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Dienstag, 03. März 2009 um 09:27 Uhr

Im Test: funkster UMTS-Flat im T-Mobile Netz

Seit dem 12.12.2008 gibt es sie: die funkster UMTS-Flatrate im Netz von T-Mobile. Funkster, eine Marke der Webmobilisten GmbH, präsentierte sich gleich zu Beginn mit einem sensationellen Startangebot, dass allerdings bereits 3 Tage später vollständig ausverkauft war. Nun kostet der Flatrate Tarif 28,95 €/Monat und besitzt im Vergleich zu anderen Tarifen eine doch sehr lange Vertragslaufzeit von 2 Jahren.

 

Bei solch einer langen Bindung sollte man vor Vertragsabschluss wie wir finden schon zweimal hinschauen; deshalb haben wir den funkster Tarif einmal genauer betrachtet und schreiben darüber nun diesen Test:

Von der Funkster-Bestellung bis zur Lieferung

Funkster Test
Funkster Sim-Karte, ausgeliefert durch die VICTORVOX GmbH

Wir bestellten uns das funkster Startangebot, allerdings ohne UMTS Stick, da wir diesen zum testen bereits hatten. Bereits drei Tage nach der Onlinebestellung erhielten wir die SIM-Karte für das T-Mobile Netz. Dieser Briefumschlag fanden wir normal in unserem Briefkasten vor, ein weiteres Identitätsverfahren wie beispielsweise PostIDENT o.ä. gab es nicht.

Funkster T-Mobile SIM

Die Auslieferung der T-Mobile Karte durch Telco ist, wie man auf dem oberen Bild auch erkennen kann, nur sehr wenig von einer originalen T-Mobile Karte abweichend, die man bei meinem web'n'walk Vertrag von T-Mobile erhält. Lediglich die Aufschrift "Telco" ist auf der SIM sichtbar. Die Karte ist nach der Auslieferung generell bei jedem Kunden inaktiv, d.h. Sie muss erst durch den Telco-Kundensupport aktiviert werden.

Funkster Willkommensbrief

Nachdem wir uns an den Telefonsupport von Telco wendeten, wurde die SIM-Karte circa 10 Minuten nach unserem Telefonat aktiviert. Am Telefon wurde noch einmal von einem freundlichem Telco-Mitarbeiter unsere Identität durch die Abfrage unserer Kontonummer, das Geburtsdatum sowie die vollständige Anschrift überprüft, damit ein Missbrauch ausgeschlossen wird.

Mit Funkster mobil im Web

Getestet haben wir die Funkster Flatrate mit einer T-Mobile web'n'walk Express Card IV (Huawei E870), die ebenso wie der von funkster gelieferte UMTS Stick die volle HSDPA und HSUPA-Unterstützung supported. Für den mobilen Einsatz mit Funkster haben wir uns für diesen Test einen Zeitraum von acht Wochen  ausgewählt, da wir mehr über das T-Mobile Netz erfahren wollten.

 

T-Mobile Web'n'Walk Card IV

T-Mobile Netz im Detail

Im Büro ausgepackt und angeschlossen, hatten wir gleich volle T-Mobile HSDPA Verfügbarkeit. Auch in verschiedenen Download-Tests konnte mit druchschnittlich 300 KB/s HSDPA bestätigt werden. Dieser Wert ist für uns nichts neues, denn wie bereits im Praxistest erwähnt, sind die angegebene 7,2 Mbit/s nur in der Theorie wieder zu finden. Viel mehr haben wir uns deshalb auf den Seitenaufbau, also wie schnell eine Webseite vollständig geladen wird, forciert.

Funkster-Pingzeit mit HSUPA

Dank der T-Mobile HSUPA Unterstützung lag der durchschnittliche Ping bei rund 80 ms, also ca 40 ms geringer als wie nur mit HSDPA Empfang. HSUPA verbessert also nicht nur die Uploadgeschwindigkeit im wesentlichen, sondern trägt aufgrund der Pingzeit Reduzierung auch zum raschen Seitenaufbau bei.

Zuverlässigkeit im T-Mobile Netz

Im T-Mobile Netz gab es während unserer Testphase keine Ausfälle, sodass eine Einwahl ins UMTS oder EDGE-Netz jederzeit möglich war. Gab es UMTS, so hatten wir auch sofort HSDPA und HSUPA-Empfang. Es stimmt also, dass T-Mobile das komplette UMTS-Netz mit den zwei Datenbeschleuniger ausgebaut hat.

Im EDGE-Netz, dass bei T-Mobile seit Anfang 2008 flächendeckend ausgebaut ist, betrug die durchschnittliche Downloadrate rund 23 KB/s, die Pingzeit hier schwankte dabei je nach Signalstärke zwischen 300ms und 400ms auf und ab.

In ländlichen Gebieten mit nur mäßigem T-Mobile-UMTS Empfang hatten wir immer wieder Verbindungssbrüche, die sich in dem äußerten, dass plötzlich der Empfang von HSDPA weg war und unsere UMTS Karte nur noch Grün blinkte, was im Klartext bedeutet, dass nur ein EDGE-Signal gefunden wurde. Dieses Phänomen haben wir an einigen Standorten bei T-Mobile festgestellt, die nur maßigen HSDPA-Empfang, als z.B. am Waldrand, auf dem Land u.s.w hatten. Im Vergleich zum UMTS Netz von Vodafone ist diese Erkenntnis erschütternd, da es hier genau andersrum ist: In der Praxis bekommt man nämlich bei Vodafone sehr häufig an Standorten, die laut offizieller Netzabdeckungskarte gar nicht dafür ausgebaut sind, meist mit nur einem Balken Signalstärke plötzlichen HSDPA-Empfang.

Da wir jedoch ausschließlich im Bundesland Baden-Württemberg getestet haben, fehlen uns darüber weitere Informationen. Betrachtet man das T-Mobile Netz Deutschlandweit, so kann man sagen, dass sich funkster sowie T-Mobile Kunden auf ein starkes Netz verlassen können, dass ständig weiterentwickelt wird. Erst kürzlich präsentierte T-Mobile auf der CeBIT 2009 den UMTS-Nachfolger LTE, der bis zu 50 Mbit/s in der Startphase realisieren soll.

 

Vor -und Nachteile funkster

Vorteil schnelle Lieferung und Freischaltung; einfach auspacken und los gehts!

Vorteil T-Mobile Netzqualität: Das komplette D1 UMTS-Netz ist mit HSDPA und HSUPA ausgestattet.

Vorteil EDGE wird flächendeckend mit bis zu 220 kbit/s eingesetzt, auch wenn kein UMTS Verfügbar.

Vorteil Auf Wunsch: subvensioniertes LG X110 Netbook für einmalige 99,95 €

Vorteil Fairer Preis für den UMTS-Stick: web'n'walk IV - einmalige 49,95 €

Nachteil Verstecke Folgekosten: Wer nicht fristgerecht auf zwei Jahren das Vertragsverhältnis kündigt, der bezahlt ab dem 25. Monat 34,95 €/M. Der Vertrag verlängert sich dann automatisch um weitere 12 Monate.

Nachteil Nicht gerade der günstigste Anbieter, lange Vertragslaufzeit

Die zwei Negativmerkmale die ober erwähnt wurden trüben das Gesamtbild von funkster etwas. Sicherlich gibt es günstigere Anbieter mit weniger Vertragslaufzeit. Der mobile Datenmarkt entwickelt sich permament weiter. Meist sind UMTS Flatrate Angebote, die quasie von heute von morgen aus dem "nichts" entstehen, UMTS-Resale Angebote von z.B. Drillisch. In wie weit hier der Preis in den nächsten zwei Jahren fallen oder gar wieder steigen wird ist ungewiss. Mit einem fest bestehenden Vertrag ist man zwar zunächst an einen Anbieter gebunden, man kann sich allerdings während dieser Laufzeit auch auf den Tarif verlassen.

 
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