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04 | 02 | 2012

UMTS Broadband (HSDPA) beschleunigt mobiles Internet

Der Begriff UMTS Broadband steht für die Übertragungstechnik HSDPA, und wird besonders häufig bei Vodafone eingesetzt. UMTS Boradband ist bei Vodafone sozusagen ein eigener Begriffsname für die HSDPA-Technik (High Speed Downlink Packet Access), und eine Weiterentwicklung von UMTS und gehört dem Mobilfunkstandard 3G+ an. Durch eine gezielte Kanalbündelung sowie die Änderung des Modulationsverfahren (QPSK) werden derzeit Geschwindigkeiten im Downstream von bis zu 7,2 Mbit/s realisiert. Damit ist HSDPA bis zu 16x schneller das herkömmliche UMTS mit max. 384 kbit/s. Neben diesem rasanten Vorsprung im Downloadbreich, gibt es noch ein weiteres entscheidenes Kriterium, wieso UMTS Boradband (HSDPA) so nutzvoll ist. Schaut man sich Ping-Zeiten aus einem herkömmlichen UMTS Netz an, wird man schnell feststellen dass diese bei weit über 180 ms liegen. Das sind zwar immerhin rund 250ms weniger als wie beim Vorgänger GPRS / EDGE, doch wer Zuhause von seinem DSL-Anschluss verwöhnt ist wird auch dies als zu langwierig im Seitenaufbau beim mobilen surfen einstufen. Anders jedoch bei HSDPA, denn dort liegen die Pingzeiten zwischen 120 - 130 ms. Das hört sich fürs ersten nicht viel an, doch liefert so manche Internetseite und YouTube Video in der Praxis wesentlich schneller aus. Besonders in Kombination mit HSUPA verkürzen sich die Pingzeiten nochmals um 40 - 50ms und liegen somit bei rund 80ms.

UMTS broadband
Foto: Vodafone

Verfügbarkeit von UMTS Broadband (HSDPA)

In den vergangenen Jahren wurde bei Vodafone UMTS, T-Mobile und O2 permanent am schnellen Internet für Unterwegs gefeilt. Zur damaligen Einführung war der Datenturbo nur in deutschen Großstädten verfügbar und wurde in den letzten 1-2 Jahre in ländlichen Regionen schrittweise ergänzt. So erreichte HSDPA im D2 Vodafone Netz 2007 circa 80 % der Nutzer in Deutschland und beim Konkurrenten T-Mobile hat man in der Zwischenzeit das komplette UMTS-Netz mit der HSDPA-Technik ausgestattet. Ziel & Vision eines jeden Mobilfunkunternehmens ist es, ein flächendeckendes Netz anbieten zu können. Deshalb geht der Ausbau permanent voran. Jedoch geht so etwas nicht innerhalb von einem halben Jahr, da im Unterschied zum EDGE-Ausbau neue Basisstationen in möglichst kleinen Abständen aufgebaut werden müssen. Ein regelmäßiger Blick in das Kartenmaterial der Betreiber (UMTS Verfügbarkeit) kann genau so wenig, wie eine Optimierung der Empfangssituation (z.B. durch eine UMTS-Richtfunkantenne) schaden. Oftmals bekommt man an verschiedenen Standorten durch einen manuellen Suchlauf der vorhandenen Mobilfunknetze UMTS Broadband in Form von einem "3G+" oder "3G/PP" angezeigt, in das man sich aufgrund terrestrischen Bedingungen nicht einbuchen kann. Gerade in solchen Situationen kann man in der Regel durch eine minimale Positionsänderung von Notebook oder USB-Modem einen starken Unterschied und ggf. Erfolg feststellen.

Was die Zukunft bringt: Broadband²

UMTS Boradband (HSDPA) wird in den nächsten Jahren stark weiterentwickelt werden. Nicht nur was den weiteren Ausbau von bislang unerreichten Gebieten betrifft, wird man mit HSDPA zukünftig einen großen Schritt voraus sein. Denn Vodafone präsentierte und bestätigte auf der CeBIT 2008 bereits einen weiteren Ausbauschritt auf bis zu 28.8 Mbit/s .

 
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